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Chefin sagt, ich biete jetzt ein optisches und haptisches highlight. Und ich sei jetzt ein richtiger Pudel, nicht mehr ein oh-wie-süß-was'n-da-so-alles-drin-Hund

4.3.16: Ich bin ganz gerührt! Meine beiden Freunde Lucky und Beppo haben mir wunderbare Briefe geschrieben, in denen sie mir ihr tiefes Mitgefühl zum "H - Day" (= Haar - Horror - Tag) ausgedrückt haben. Den Zuspruch kann ich gut gebrauchen. An Beppo: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Da haste praktisch schon verloren. Anfangs säuselte meine Chefin auch immer was von "Naturlook" und "Glückspudel müssen strubbelig sein". Und dann? Kam der Föhn ins Haus, dann die Schermaschine, dann das erste Bad und jetzt der Gipfel: diese Outsourcing - Aktion in fremde professionelle Hände. Warte ab, bald siehst Du auch so durchgestylt aus wie ich. Kannste froh sein, wenn Sie Dir nicht die Manneswürde nehmen und Dir wenigstens den Bart lassen... Hat sich was mit Naturlook, irgendwann geht es mit den Frauen durch!


2.3.16: Mein Brieffreund Lucky hat sich schon per Brief beschwert, dass von mir nichts neues zu lesen ist. Ich bitte vielmals um Verständnis! Seit Montag bin ich damit beschäftigt mein Trauma zu verarbeiten. Dabei fing der Tag verheißungsvoll an: schöner Spaziergang in unbekanntem Gelände, viele neue Schnüffelspuren. Und wo endeten wir? Bei Liane Kubbe. Sie ist Groomerin, spezialisiert auf Pudel!!! Weisse Bescheid? Die ganze Prozedur bei ihr war noch viel grauenvoller als ich jemals zu träumen gewagt hätte. Diese Person selbst ist eigentlich sehr nett und hat eigentlich ein großes Herz für uns Pudel. Hätten wir uns unter anderen Umständen kennen gelernt, hätte ich mich glatt in sie verlieben können. Aber so? Die Umstände waren furchtbar: Die erste Folterkammer mit Wasserfluten bis kurz vorm Ersaufen und Turbowind; die zweite Folterkammer mit Streckbank und einer Kiste mit den ausgeklügelsten und grausamsten Folterwerkzeugen, die die Welt zu bieten hat: 1000 Scheren, Zangen und ätzende Flüssigkeiten für Auge und Ohr. Die Krönung bestand in einem elektrisierten Rasierapparat, mit dem diese Person ohne Rücksicht auf Verluste meinen durch das Bad eh' schon geschundenen Körper bearbeitete. Ich habe wirklich alles gegeben, um diesem entwürdigenden Angriff auf meinen bis dahin makellos schönen body zu entfliehen und bin meinem Namen voll gerecht geworden. Beim Rasieren der Füße z.B. biss ich wild um mich und sprang mit einem Satz von der Streckbank. Die von Liane Kubbe beabsichtigte Entmannung - ich schwöre, sie setzte ihren Rasierer direkt an meinen edelsten Teilen an, um sie radikal zu skalpieren - parierte ich mit lautem Geschrei und Gezappel. Ich habe heldenmutig gekämpft, so wahr ich Mephisto heiße. Und? Ich habe verloren. 4 Stunden lang qälte mich Liane Kubbe ohne jedes Erbarmen, assistiert von meiner gnadenlosen Chefin. Sie hat mich verraten - für ein lausiges Krönchen und einen frisch ondulierten Bart hat sie mich verraten. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Chefin mutiert von Tag zu Tag mehr zu einer jener klassischen Pudelfrauen, vor denen mich meine Eltern stets gewarnt hatten. Am Abend durfte ich es mir dann wenigstens auf Chefins Schoß am Ofen bequem machen. Aus rein egoistischen Motiven meiner Chefin, versteht sich! Den ganzen Abend kraulte sie mich völlig verzückt und murmelte immer wieder: "Was für ein haptisches highlight so ein frisch frisierter Pudel doch bietet!". Den einzigen Verbündeten habe ich in meinem Chef. Als er nach Hause kam, musterte er mich prüfend, hob kurz die Augenbrauen und fragte meine Chefin nur: "Und wann sieht er wieder normal aus?" Chefin entgegnete unwirsch: "Na, wenigstens sieht Mephisto doch jetzt nicht mehr wie ein Oh-wie-süß-was'n-da-so-alles-drin-Hund aus."

Lieber Lucky und andere Kumpel, versteht Ihr, warum ich mich nicht gemeldet habe?  Gebt mir Zeit...


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29.2.16: Eigentlich haben wir genug Bälle in unserem Garten. Aber der Wuddel will immer gerade den haben, den ich mir ausgesucht habe. Ich liebe den kleinen gelben Golfball. Chefin sagt, wir benehmen uns wie früher ihre Söhne. 1000 Playmobil - Männchen, aber der eine Cowboy mit der Schramme im Gesicht und der Pistole im Anschlag war so schön, dass sie sich darum prügeln mussten. Na, ich setze meinen Ballkampf tapfer fort. Meine Chancen zu gewinnen steigen von Tag zu Tag. Ich bin wendig wie ein Aal, da guckt der dicke Wuddel in die Röhre... Seht selbst den Ballkampf unter "Mephistos Welt".


26.2.16: Irgendetwas ist heute anders als sonst. Chefin und der jüngste haben in aller Herrgottsfrühe gesungen. Leckere Käsehäppchen stehen - leider für mich unerreichbar - bereit. Für 11.00 h hat sich wohl schon wieder der Bürgermeister angekündigt. Chef schaut ein wenig bedröppelt drein. Chefin faselt, er solle doch froh sein, dass er dieses Alter erreicht hätte. Wenn ich 1 + 1 richtig zusammenzähle, kann das nur eins bedeuten: Chef wird heute 60! Und ich war nicht mal beim Friseur...

Danke an Lucky für den lieben Geburtstagsbrief, der meinen Chef schon erreicht hat!


24.2.16: Ich habe einen sehr verständnisvollen Cabanossi - Brief von meinem Kumpel Lucky bekommen.


23.2.16: Chefin spinnt! Mir war ja von Anfang an klar, dass sie wenig empathisch, von mäßigem Verstand ist und sich über Dinge aufregt, die normalen Pudelbesitzern ein Lächeln ins Gesicht zaubern würden. Gestern Abend nun der Gipfel hündischen Unverständnisses: Wir waren zum Spielen verabredet. Ihr Abendessen hatte sie schon mal auf dem Wohnzimmertisch deponiert für hinterher. Da klingelte das Telefon. Statt nun an unserer Verabredung festzuhalten, verkrümelte sie sich, um mit einer Freundin die wesentlichen Neuigkeiten auszutauschen. Nur Gott allein weiß, warum er den Frauen so viele Worteinheiten pro Tag zur Verfügung gestellt hat, dass der Austausch wesentlicher Neuigkeiten locker das Zeitkontingent einer Bundestagsdebatte zur Flüchtlingspolitik sprengt. Nun hätte sie stolz auf mich sein können, dass ich sie - tolerant, wie ich als weltoffener PPP (Philosophisch - Politischer - Pudel) bin- in Ruhe telefonieren ließ und mich gut zu beschäftigen wusste. Nix da! Bei ihrer Rückkehr schaltete Chefin sofort auf Drama um: "Wo sind die Cabanossi, Du Satansbraten?" fragte sie mich mit bedrohlichem Unterton. Blöd ist sie eben auch. Das konnte sie doch sehen. Der Teller war leer, und mir guckte noch ein Zipfel Wurst aus der Schnauze. Logisch kombinieren kann sie halt nicht auf Anhieb. Als Chefin die Situation laaaangsam erfasst hatte, hielt sie mir eine gehörige Standpauke. Wo sie ansonsten immer so neunmal klug daher schwärmt über das moderne Futterkonzept ABAM. Dann verzog sie sich Gott sei Dank, um sich bei facebook von 1000 anderen Frauen mit vielen Worteinheiten über angemessene Sanktionen für mich beraten zu lassen. Na, die haben es Chefin aber gegeben und ihr verqueres Bild von der Pudelwelt zurecht gerückt: "Verletzte Aufsichtspflicht" war noch einer der harmloseren Kommentare. Warum haben andere Pudelfrauen ausreichend Pudelverständnis mit viel Empathie - im krassen Gegensatz zu meiner Chefin? Nach dem Chatten ging Chefin hungrig ins Bett. Heute Morgen verhält sie sich erstaunlich normal. Mal schauen, was dieser Tag noch bringt. Übrigens: Diese italienischen Würste/ Cabanossi schmecken verdammt gut. Ich werde sie in mein Futterkonzept integrieren...

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Rain drops keep falling on my head... gestern mein Song, um die Stimmung zu heben. Etwas politisches natürlich auch vom PPP - gestiftet von Clemens vom Fluss
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21.2.16: Dieser Artikel über die German Angst könnte glatt von mir PPP geschrieben sein. Gut, dass meine Chefin nicht so dogmatisch ist ("dog" heißt übrigens "Hund") 😉


19.2.16: Bekanntlich bin ich ja ein PPP (Philosophisch-Politischer-Pudel). Davon scheint es mehrere zu geben. Lucky schrieb mir wegen einer Petition gegen eine EU Verordnung zur Tierhomöopathie. Lest selbst und bildet Euch Eure Meinung!

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17.2.16: Der mittlere Sohn meiner Herrschaften, Clemens, beschenkt uns alle mit eigenen Kompositionen. Eine kleine Auswahl findet Ihr oben. Mir hat es besonders das Lied "Kein Grund" angetan, geht es doch da um die Trennung von Laura, die leider wieder in Kolumbien ist. Ich selber denke so oft an sie und an die Geschichte, die ich mit Clemens und Laura erlebt habe. Mir wird beim Hören der Musik ganz wehmütig um mein Pudelherz. Na ja, und ein Revoluzzer ist unser Clemens natürlich auch, wie Ihr den anderen Liedern entnehmen könnt.


16.2.16: Einen schönen Brief habe ich von Beppo bekommen. Eine weitere Bestätigung für mich, dass meine Chefin zwar im Großen und Ganzen durchaus recht nett ist, aber leider manchmal gedankliche Aussetzer hat - nicht nur, wenn sie mich badet...


15.2.16: Ich habe einen neuen Freund: Beppo von den Indianerpudeln, knapp 5 Monate alt! Nachdem wir zunächst lockeren Briefkontakt gepflegt hatten, kam es gestern zum ersten persönlichen Treffen. Beppo ist ein Pfundskerl mit dem Herzen am rechten Fleck. Frech, verspielt und der hündischen Sprache mächtig. Als mein Kumpel Wuddel, der mal wieder laut kläffend den großen Macker raushängen ließ (so sind sie, die Spitze), den kleinen Mann aus der Nähe untersuchen wollte, legte er sich artig auf den Rücken. Nachdem der Wuddel ihn für gut befunden hatte - und auf Wuddels Urteil gebe ich was! - hatte Beppo dann Narrenfreiheit und durfte auf uns herumtoben nach Herzenslust. Dann war da noch Tom - total toller Typ, mit einem großen Herzen für uns Pudel. Der ist noch so herrlich verspielt mit seinen 8 Jahren. Bei uns im Haus gibt es ja leider nur noch einen coolen Halbstarken, die anderen sind längst ausgezogen.  Unser Treffen war schön, die Folgen allerdings furchtbar. Angesichts des grauenvollen Wetters musste ich danach in die Wanne und wurde wieder mit dieser schrecklichen Turbowindmaschine bearbeitet. Beppo erging es ähnlich. Da hat der Tom ganze Arbeit geleistet und seine Höllenturbomaschine angeworfen. Fotos gibt es noch nicht von uns - unsere beiden Chefinnen meinten, diesen trostlosen Anblick von zwei völlig begossenen Pudeln müssten sie der Menschheit ersparen. Aber wir treffen uns bestimmt nochmal und lassen zusammen die Sau raus - dann hoffentlich bei Sonnenschein...

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Alles Liebe zum Valentinstag!
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Mann, bin ich k.o. - Chefin scheucht mich jeden Samstag so! Knapp 3 Stunden auf dem Hundeplatz, zu Anfang gibt' s ne wilde Hatz. Dann muss ich mich konzentrieren, studieren und parieren - da hilft kein rebellieren. Chefin ist so furchtbar streng - wenn sie ruft, dann wird es für mich eng. Die ganze Zeit muss ich nach ihrer Pfeife springen und lauter blöde Dummies bringen. Was hilft mir schon ihr nettes Loben? Ich will viel lieber mit den Freunden toben. Na, für heute hat die liebe Seele Ruh', drum mach' ich jetzt die Augen zu. Es grüßt der schönste Hund im Rudel - Mephisto, Euer Teufelspudel!

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